Einbrüche in Arztpraxen haben weitreichende Konsequenzen

Einbrüche in Arztpraxen haben weitreichende Konsequenzen

21.06.2011

Alle zwei Minuten wird in Deutschland eingebrochen. Schock und finanzieller Schaden treffen die Opfer meist völlig unerwartet. Werden jedoch Arztpraxen zum Ziel der Einbrecher, muss nicht nur der Eigentümer mit den Konsequenzen leben – auch die Patienten sind betroffen.

„In einer Praxis sind in der Regel keine Reichtümer zu holen.“, weiß Peter Roch, Vorsitzender des Ärztenetzes Schwabach. Er hatte dennoch schon lange den Gedanken, dass er seine Praxis gegen Einbruch und vor allem gegen Vandalismus schützen muss. „Wenn hier jemand einsteigt und mir aus Spaß alles kurz und klein schlägt, dann ist mein Praxisbetrieb erst einmal gestört, dann muss ich vorübergehend dicht machen. Und meine Patienten stehen tagelang vor geschlossenen Türen.“ Die Patienten warten lassen, nur weil mutwillig angerichteter Schaden behoben werden muss – das möchte wohl kein Mediziner. Schon gar nicht bei akuten Fällen. „Die Patienten setzen ja ihr Vertrauen in mich als ihren Arzt. Ich möchte auch durch meine Erreichbarkeit beweisen, dass ich dieses Vertrauen verdiene.“ Der Erhalt der Praxisfunktion ist Peter Roch daher besonders wichtig.

Doch der Einbruch in eine Praxis birgt noch weitreichendere Gefahren für die Patienten: Die Verwaltung von Patientendaten ist heute ohne EDV kaum noch denkbar. Von der Aufnahme bis zur Kostenabrechnung werden Behandlung, Therapie und Nachsorge durch elektronische Datenverarbeitung unterstützt. Für Eindringlinge kann die technische Ausstattung, wie PCs oder Laptops, reizvoll sein. Sind diese Geräte weg, so sind auch die sensiblen Daten über den Gesundheitszustand aller Patienten in den Händen der Kriminellen. Peter Roch hat sich daher für eine Sicherung seiner Praxis entschieden, die Diebe und Vandalen vertreibt, bevor sie Schaden anrichten können – und das ohne großen Aufwand. Denn für den Altbau, in dem sich die Praxis des Allgemeinmediziners befindet, kamen nicht alle Sicherheitslösungen in Frage: „Aufwändige Installationen mit einer Außensicherung, bei der jedes einzelne Fenster verkabelt werden muss, machen ja nicht nur Dreck – das dauert auch. Da müsste ich ja wieder tagelang die Praxis für schließen.“ Das Fernüberwachungssystem, für das Peter Roch sich entschieden hat, kommt mit einer einzigen Kabelkammer aus. Die Installationsarbeiten haben den Praxisbetrieb kaum beeinflusst. Jetzt ist seine Praxis immer dann optimal gesichert, wenn er selber nicht vor Ort sein kann. Ein beruhigendes Gefühl für Peter Roch – und für alle seine Patienten.


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