Interview im “Trends & Facts” – Live-Täteransprache als wirksamer Einbruchschutz

Interview im “Trends & Facts” – Live-Täteransprache als wirksamer Einbruchschutz

18.12.2018

„Der beste Schaden ist der, der nicht passiert“

Der Albtraum für jeden Reifenhändler: Man kommt morgens in den Betrieb, entdeckt eine aufgebrochene Tür, geht weiter in das Lager und dieses ist leergeräumt. Leider ist solch ein Szenario keine Seltenheit. Autoreifen sind in den letzten Jahren in stetig wachsender Anzahl zu einem begehrten Diebesgut geworden. Und schon längst sind nicht mehr nur abgestellte Autos das Ziel, sondern auch groß angelegte Einbrüche in die Lager von Reifenhändlern und Kfz-Betrieben kommen häufig vor. Hier hilft nur eine möglichst wirkungsvolle Diebstahlsicherung.

Alarmanlage, Fenstergitter, Bewegungsmelder, Schließsysteme – die Auswahl potenzieller Sicherungssysteme ist groß, doch was hilft hier wirklich? BRV-Geschäftsführer Hans-Jürgen Drechsler hat darüber mit Sylke Mokrus, Geschäftsführerin der Protection One GmbH, gesprochen. Seit 2016 ist das Sicherheitsunternehmen mit Sitz in Meerbusch bei Düsseldorf eines der Fördermitglieder des BRV.

Hans-Jürgen Drechsler: Als Verband ist es seit jeher unser Anliegen, unsere Mitglieder auf aktuelle Probleme und Herausforderungen ihres Geschäfts aufmerksam zu machen und sie bei der Lösung zu unterstützen. Auch das Thema „Diebstahlschutz“ liegt uns dabei am Herzen. Finanzielle Prävention bieten wir unseren Mitgliedern über ein ganzheitliches Versicherungskonzept an, das speziell auf die Reifenbranche zugeschnitten ist. Besser ist es natürlich, wenn es gar nicht erst zu einem Einbruch kommt. Und genau da setzt ja auch Ihr Konzept an, Frau Mokrus.

Sylke Mokrus: Absolut korrekt. Denn schließlich ist der beste Schaden der, der erst gar nicht entsteht. Als Protection One leben wir Tag für Tag Sicherheit und setzen so neue Maßstäbe. Wir möchten unseren Kunden einen erstklassigen Service bieten. Auf dem Weg zum Smart Building stellen wir uns der Digitalisierung, um für unsere Kunden einen größtmöglichen Mehrwert zu schaffen. Unser neues Customer Care Center bietet unseren Vertragspartnern jetzt schon ganz automatisch einen ganzheitlichen Service mit proaktiven Handlungsempfehlungen, damit Schaden erst gar nicht entsteht. Außerdem beschäftigen wir uns mit der Entwicklung neuer Technologien, die unseren Kunden helfen, ihre eigenen Marktchancen zu erhöhen. Unsere Dienstleistungspalette reicht schon heute von der reinen Information über Abläufe auf dem Gelände unserer Kunden über Zutrittskontrolle bis zur Entwicklung komplexer Sicherheitskonzepte. Und das ist erst der Anfang. Ganz konkret sorgen wir durch unsere unabhängig auditierte Erfolgsquote dafür, wirksam vor Einbruch, Diebstahl und Vandalismus zu schützen. Mit unserer Dienstleistung, der 24h-Fernüberwachung mit Live-Täteransprache, vertreiben wir in knapp 97 von 100 Fällen den Einbrecher, ohne dass er nennenswerten Schaden anrichten kann.

Unterschiede des Sicherheitskonzepts zu klassischen Alarmanlagen

Hans-Jürgen Drechsler: Was unterscheidet Ihr Sicherheitskonzept von klassischen Alarmanlagen?

Sylke Mokrus: Eine herkömmliche Alarmanlage macht nur auf einen Einbruch aufmerksam: Sie löst einen Alarm aus. Was nützt das? Bis jemand die Polizei alarmiert und diese am Tatort eintrifft, vergehen oft noch zehn bis 15 Minuten. Einbrecher sind dann längst über alle Berge. Wird in einem von uns fernüberwachten Bereich Alarm ausgelöst, wird dieser an unsere 24/7 besetzte, firmeneigene Notruf- und Serviceleitstelle weitergeleitet. Dort reagieren die Mitarbeiter in Sekundenschnelle und schalten sich über eine Live-Verbindung im Gelände auf. Je nachdem, ob der Kunde unsereAudio- oder Videoüberwachung nutzt, hören und sehen sie ins Gelände. Über Lautsprecher sprechen sie den Täter lautstark an und fordern ihn zur Nennung des individuell mit dem Kunden vereinbarten Kennworts auf. Mit einer persönlichen Ansprache rechnet kein Einbrecher. Sie verunsichert die Täter so sehr, dass sie in der Regel sofort die Flucht ergreifen.

Hans-Jürgen Drechsler: Das klingt einleuchtend. Aber was passiert, wenn der Täter doch nicht flieht?

Sylke Mokrus: Kann der Einbrecher das Kennwort nicht nennen, wird die mit dem Auftraggeber definierte Interventionskette aktiviert. Zum Beispiel werden der Inhaber oder die Polizei informiert. Diese weiß genau: Wenn sich Protection One meldet, ist es kein Fehlalarm. Die Notruf- und Serviceleitstelle kann der Polizei eventuell Informationen darüber liefern, wie viele Täter es sind und wo genau sie sich befinden. So kann die Polizei oft schneller vor Ort sein und der Einbrecher läuft ihr manchmal sogar direkt in die Arme.

Hans-Jürgen Drechsler: Speziell für unsere Mitglieder ist das sicher eine hochinteressante Dienstleistung, um sich effektiv vor Einbruch, Diebstahl oder auch Vandalismus zu schützen. Wir freuen uns deshalb, Sie als Fördermitglied gewonnen zu haben. An wen können sich interessierte Reifenhändler wenden, um weitere Informationen zu erhalten?

Sylke Mokrus: Unser Außendienst steht für Beratungsgespräche deutschlandweit gerne zur Verfügung. Jedes Unternehmen hat individuelle Anforderungen an eine Überwachung. Lage und Größe des Geländes sowie die gewünschten Funktionen sind wichtige Faktoren bei der Planung einer Überwachungsanlage. Um für jedes Objekt das passende Sicherheitskonzept zu entwickeln, macht sich unser Außendienst zunächst vor Ort ein Bild und berät den Interessenten hinsichtlich der bestmöglichen Sicherheitslösung, deren Anzahl sowie der Positionierung. So stellen wir sicher, dass jedes Gelände optimal abgesichert ist. Bei Interesse an einem persönlichen Sicherheitskonzept können sich Ihre Mitglieder gerne unter der Telefonnummer +49 (0)2132 99699-1488 an unser Customer Care Center wenden.

Hans-Jürgen Drechsler: Das klingt vielversprechend. Gerne unterstützen wir Sie dabei, unsere Mitglieder über effiziente Sicherheitskonzepte gegen Einbruchdiebstahl zu informieren, und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit.

Sylke Mokrus: Das gebe ich gerne zurück. Wir würden uns freuen, neben unseren bereits über 14.000 Partnern aus ganz unterschiedlichen Branchen in Deutschland auch die Betriebe Ihrer Mitglieder in den kommenden Jahren sicherer zu machen. Wir arbeiten jeden Tag daran, erste Wahl für unsere Mitarbeiter und Kunden zu sein – und das rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr.

 

Quelle: “Trends & Facts”, Mitglieder-Magazin des Bundesverbands Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk e.V., Dezember 2018

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